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Flüchtlingshilfe: „ZUSAMMEN HALT GEBEN – Junge Flüchtlinge und Berliner Jugendliche für eine gemeinsame Zukunft“

Das Leben asylsuchender Jugendlicher ist nicht einfach. Sie leben meist isoliert und haben wenig Kontakt zu jungen Einheimischen. Viele der Jugendlichen sind ohne ihre Eltern nach Deutschland geflohen. Sie halten sich aus der begründeten Furcht vor Verfolgung, aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder ihrer politischen Überzeugung außerhalb ihres Heimatlandes auf.

Die jungen Flüchtlinge  wohnen beengt in Sammelunterkünften und haben kaum Privatsphäre. Sie haben keine Arbeits- oder Ausbildungserlaubnis.  Ihr Potenzial  ist noch weitgehend unbekannt.

Angebote  wie eine Jugendgruppe in einer Flüchtlingsunterkunft oder  unseren Schulprojekttagen mit Flüchtlingen und in Berlin beheimateten Jugendlichen soll mehr als eine Ablenkung vom bedrückenden Alltag und den Sorgen sein. Sie soll die Isolation aufbrechen, Perspektiven, Freundschaften und das Erkennen eigener Ressourcen und Fähigkeiten ermöglichen.

Die Berliner Jugendlichen lernen junge Flüchtlinge und deren Geschichte von Fluchterlebnissen, Heimatlosigkeit und Ungewissheit aufgrund der vorgefundenen rechtlichen Rahmenbedingungen persönlich kennen. Vorurteile werden abgebaut, das Verständnis füreinander vertieft.

Mit unseren Angeboten  wollen wir einen Beitrag zur Inklusion junger Flüchtlinge in ihren Stadtteilen und zur interkulturellen Öffnung unserer Gesellschaft leisten.

Trotz intensiver Medienberichterstattung über afrikanische Flüchtlinge in aktuellen politischen Krisen ist das Wissen über Fluchtursachen, Fluchtgründe und die Situation hier lebender Flüchtlinge in der deutschen Bevölkerung weder bei jungen, erwachsenen noch älteren Menschen stark ausgeprägt. Flüchtlinge werden immer noch als Eindringlinge wahrgenommen, denen es in erster Linie um Teilhabe am Wohlstand in Deutschland gehe. Diese Sichtweise, die in den 90er Jahren zu gewalttätigen Übergriffen in west- und ostdeutschen Städten führte, ist durch den Anstieg des Flüchtlingsstroms seit 2012 wieder auf dem Vormarsch. Der im Grundgesetz festgeschriebene Schutz vor politischer Verfolgung, Krieg oder Krisen tritt in dieser Wahrnehmung in den Hintergrund. Deshalb sind Flüchtlinge in Deutschland über ihre schwierige soziale und materielle Situation hinaus von Ablehnung und Vorurteilen betroffen.

Langfristig wollen wir  bei jungen Menschen ein kritisches Bewusstsein gegenüber allen Ausgrenzungsprozessen und den positiven Effekten von Vielfalt wecken.

In der Folge der gemeinsamen Begegnungen von Berliner Jugendlichen und jungen Flüchtlingen erhoffen wir uns einen Schneeballeffekt. Die Jugendlichen wirken in ihrem Umfeld auf Gleichaltrige ein und sind durch ihr Wissen und ihre besonderen Erfahrungen in der Lage, auf ihre Peergroup und ihre Familien einzuwirken, um zu einem positiveren Klima für Flüchtlinge in Berlin beizutragen –

für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und den Zusammenhalt Berlins.

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28. April 2015 13:47 Uhr. Alter: 4 Jahre