18. Mai 2012
 

Regierender Bürgermeister im »Haus der Familie«

August 2011

Holger Höringklee, Michael Karnetzki, Andreas Kugler, Klaus Wowereit (v. l. n. r.) im Gespräch

Barbara Loth, Peter Sellmer, Sabine Schmück, Holger Höringklee und Michael Karnetzki (v. l. n. r.)

Anlässlich einer Veranstaltung auf dem Hermann-Ehlers-Platz besuchte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, am 19. August 2011 das »Haus der Familie« der DRK Berlin Süd-West Behindertenhilfe gGmbH.

Er wurde u. a. begleitet von Barbara Loth, der Bezirksstadträtin in Steglitz-Zehlendorf und Kandidatin zur Bezirksbürgermeisterin, von Andreas Kugler, Mitglied der SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus für Steglitz-Zehlendorf und von Michael Karnetzki, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Steglitz-Zehlendorf.

Holger Höringklee als Geschäftsführer des Unternehmens begrüßte die Gäste, gab einen kurzen Einblick in die Arbeit und sprach den Politikern die Einladung zum Besuch des Hermann-Ehlers-Platz-Projektes – im Anschluss an deren Wahlveranstaltung am Abend – aus.

Stellvertretend für die umfangreiche Arbeit der DRK Berlin Süd-West Behindertenhilfe gGmbH berichtete Johanna Schwarz als Leiterin des Projektes »Rückenwind« von Inhalten und Methoden des Programms. Herr Wowereit, der »Rückenwind« bereits seit 2006 kennt, zeigte u. a. Interesse an den Zielgruppen des Projekts sowie an der laufenden Finanzierung, was z. B. den Namen des ihm sehr gut bekannten Paul van Dyk, Förderer von »Rückenwind«, ins Gespräch brachte. Den Mitarbeitern dürfte der abschließende Satz des Regierenden »Schön, dass man dem Projekt immer wieder begegnet.« in guter Erinnerung bleiben und Anerkennung zollen.

Schwerpunkt des Austauschs und Besuchs bildete folgend das Hermann-Ehlers-Platz-Projekt. Ein Projekt, welches gemeinsam durch das Bezirksamt, die DRK Berlin Süd-West Behindertenhilfe gGmbH sowie Outreach - Mobile Jugendarbeit initiiert wurde. Es soll die mitunter angespannte Situation zwischen den unterschiedlichen Nutzergruppen vor Ort und deren Interessen entschärfen und dafür sorgen, diese Gruppen zusammen zu bringen. Jeden Freitag- und Samstagabend werden – vorerst über einen Zeitraum von drei Monaten – Aktivitäten auf dem Platz durchgeführt. Dazu steht ein Team von Streetworkern zur Verfügung, die zum einen als Ansprechpartner und Vertraute der Jugendlichen fungieren und zum anderen verschiedene Programme vor Ort durchführen.

Klaus Wowereit befragte David Steinsiek und Sascha Woischnek aus dem Streetworkerteam über deren Herangehen und Erfahrungen mit den Jugendlichen. Die beiden Sozialarbeiter sehen eine deutlich positive Entwicklung und sie wissen, dass die Jugendlichen hoch motiviert sind. Erstaunlich viele Jugendliche seien bereit, mit den unterschiedlichen Nutzern des Platzes in den Dialog zu treten. Dass sie nicht alle Jugendlichen erreichen können, reflektierten sie ebenso realistisch. Und dass die meisten Gewerbetreibenden seit Beginn des Projektes milder gestimmt sind, macht ihnen Hoffnung und gibt Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein.  

Schnell wurde klar, dass eine zeitliche Spanne von drei Monaten – so ist die jetzige Förderung durch das Bezirksamt angelegt – unzureichend sein wird. Kontinuität ist immens wichtig für das Projekt. Denn gerade in der Arbeit mit den Jugendlichen ist es von entscheidender Bedeutung, Vertrauen aufzubauen und Bindungen herzustellen.

Die Bezirksstadträtin, Barbara Loth, machte deutlich:  »Der Bezirk verfolge das Prinzip, dass der Platz für alle da sei, dass man keine Gewalt und auch nicht die Wanderungsbewegungen forcieren wolle.« Auch Andreas Kugler, Vertreter der Steglitz-Zehlendorfer SPD im Abgeordnetenhaus, will die Jugendlichen integrieren und nicht vertreiben.

Resümierend kann wohl gesagt werden, dass die Notwendigkeit einer Fortführung des Projektes gesehen wird und dass man durch die Initiative der DRK Berlin Süd-West Behindertenhilfe gGmbH daran arbeiten will, die Akteure rund um den Hermann-Ehlers-Platz einschließlich der polizeilichen Kräfte an einen Tisch zu bekommen.

Das Gespräch im »Haus der Familie« wurde durch ein Redaktionsteam des RBB aufgenommen. Ausschnitte daraus sollen voraussichtlich am 13. September 2011 innerhalb einer TV-Wahlkampfreportage zu sehen sein.

 

 

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