Ein Buddy-Bär für Armenien … gestaltet von Kindern mit Behinderung in Berlin und Armenien
Erinnern Sie sich noch an den tierischen Zuwachs im Elisabeth-Weiske-Heim? An den kleinen Weißen? Und schon wieder steht ein Weißer vor dem Elisabeth-Weiske-Heim. Er ist 2 Meter groß. Der große Bruder von BALU, der auf einem großen Felsstein am Eingang vor dem Elisabeth-Weiske-Heim steht und jeden freundlich begrüßt, der ein und aus geht. Was hat es aber nun mit dem großen Bruder auf sich?
Die Projektidee: Seit vielen Jahren engagiert sich Rainer A. Otto in Armenien in der Hilfe zur Selbsthilfe für Ärmste und Bedürftige. Sein Abschied aus der langjährigen Vorstandstätigkeit des DRK Kreisverbands Berlin Steglitz-Zehlendorf e.V. war Anlass für die Idee von Reiner Krüger, Geschäftsführer der Behindertenhilfe gGmbH eines gemeinsamen künstlerischen Projektes mit Armenien. Der Austausch zwischen den Kulturen sollte am Beispiel der Arbeit für Menschen mit geistigen Behinderungen umgesetzt werden. Kinder und Jugendliche aus dem Elisabeth-Weiske-Heim in Berlin sollten zusammen mit Kindern und Jugendlichen aus Gyumri in Armenien einen Buddy-Bären gestalten, d.h. der Buddy-Bär sollte in Berlin zum Teil bemalt werden und danach auf die Reise nach Gyumri gehen, um dort von Kindern und Jugendlichen bemalt zu werden.
Dr. Klaus Herlitz, Gründer der Buddy-Bär Berlin GmbH, war von der Idee begeistert und spendete spontan den Rohling. Vahan Topchian, ein Künstler aus Armenien, war sofort bereit, die Umsetzung des Projektes in Deutschland und in Armenien zu unterstützen und zu begleiten.
Die Umsetzung der Idee: Seit dem 20. September bemalten die Bewohnerinnen und Bewohner vom Elisabeth- Weiske-Heim den riesigen Bären mit sonnengelber Farbe. Unter der weiteren künstlerischen Betreuung von Vahan Topchian erhielt der Bär Stück für Stück sein buntes Gesicht durch die fleißigen Hände der Kinder und Jugendlichen.
Am 27. September gab sich der armenische Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, seine Exzellenz Armen Martirosyan, die Ehre, gemeinsam mit Dr. Klaus Herlitz und Herrn Rainer A. Otto das Elisabeth-Weiske-Heim und den Buddy-Bären zu besuchen.
Neben einem Rundgang durch die Wohngruppen vom Elisabeth-Weiske-Heim gab es auch Gelegenheit, sich mit dem Künstler Vahan Topchian über die Begegnungen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern auszutauschen und natürlich den Buddy-Bären zu bewundern. Seine Exzellenz Armen Martirosyan betonte in seiner Ansprache, dass er sehr an einem fachlichen und kulturellen Austausch interessiert sei und die Verbindung zukünftig auch ausbauen möchte. Auch international ist die Behindertenhilfe wieder einmal »Mitten in Ihrem Leben!®«.
Am 29. September ging der Bär gut verpackt auf die lange Reise durch Europa nach Gyumri in Armenien. Dort wurde die Bemalung durch die Kinder mit Behinderung vollendet. Auf einem Podest vor dem „Gästehaus Berlin“, einem sozialen Modellprojekt des Berliner Roten Kreuzes stehend, lächelt er nun den kleinen und großen Menschen in Gyumri zu.
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